Corona – von wegen übertrieben.

Corona – von wegen übertrieben.

Corona – von wegen übertrieben.
Kleine persönliche Einschätzung
Vor einigen Wochen habe ich auf einem großen Kongress gesprochen. Nachdem unter den Referenten ein Coronafall war, kam ich selbst einige Tage in Quarantäne und danach in eine etwas gelockerte Isolation. Im Lichte dieser Erfahrung und im Austausch mit ein paar Leuten, die Corona bekommen haben, bin ich erschüttert, dass viele die Situation scheinbar nicht so ernst nehmen. Hier meine Sicht der Dinge:
 
1. Nein, es ist keine normale Grippe. Erster Unterschied: man kann anstecken, ohne Symptome zu sehen. Das macht die Sache extrem schwer einzuschätzen. Und so eine Ansteckung geht richtig schnell.
2. Die Verläufe in meinem Bekanntenkreis sind allesamt NICHT so ganz harmlos. Es musste noch niemand ins Krankenhaus, aber es dauert richtig lang und es sind schwere Symptome, auch wenn statistisch nur ganz wenige tödlich sind. Die Sterblichkeit bei Corona ist aber mindestens zehnfach höher als bei Influenza.
3. Corona verursacht viel häufiger Atembeschwerden. Allein von den Betroffenen, die ich kenne, klagen einige über heftige Atembeschwerden. Ein Freund hatte so heftige Atemnot, dass er sich ins Krankenhaus einliefern lassen wollte, die sagten aber, dass sie alle Beatmungsgeräte für noch schwerer Erkrankte brauchen (Fall in der Schweiz).
4. Genau hier kommt’s: der Flaschenhals sind die Beatmungsplätze in Krankenhäusern und die allgemeine Kapazität des Gesundheitssystems, das schon jetzt extrem am Anschlag ist.
5. Die Reaktionen Deutschlands kommen spät und sind verhältnismäßig lax. Taiwan konnte in unmittelbarer Nähe zu China die Epidemie viel schneller und sehr erfolgreich eindämmen, weil dort viel schneller reagiert wurde. Die jetzigen Maßnahmen in Deutschland sind keineswegs überzogen.
6. Durch einen Verzicht auf 25% aller Sozialkontakte sinkt die Gesamtspitze der Zahl der Erkrankungen wahrscheinlich schon um 50%, deshalb ist genau das jetzt Gebot der Stunde: mit einer geringeren Zahl von Menschen Kontakt haben. Nicht vergessen: wenn Du Kontakt mit einem Coronapatienten hast, bist Du 14 Tage in häuslicher Isolation. Das ist deutlich belastender, als man sich vielleicht vorstellen kann. Ich hab einen Vorgeschmack bekommen und fand es sehr unangenehm.
7. Es ist ein Unterschied, ob man sich mit 2 Freunden trifft, oder an einen Ort geht, wo 200 Menschen sind, die allesamt vorher im Nahverkehr oder an anderen Orten mit je 300 anderen Menschen Kontakt hatten. Ich ersuche jeden, in den nächsten Wochen stark frequentierte, enge Orte so weit wie möglich zu meiden. Zuhause bleiben oder in die Natur gehen ist am besten.
8. Wo das nicht möglich ist: häufiges Händewaschen, Körperabstand, keine Berührungen, keine Umarmung und kein Händeschütteln. Gefährlich ist Übertragung durch Niesen, deshalb in die Ellenbeuge niesen. Benutzte Tempos im Klo herunterspülen. Finger nicht in den Mund stecken, erst Recht nicht, wie ein Schreibfehler vorher lautete, in den Hund.
9. Ein bisschen Realismus: auch mit all diesen Maßnahmen wird die Krise noch Wochen dauern, vielleicht auch Monate. Durch konsequente Maßnahmen und vielleicht positive Auswirkungen der wärmeren Jahreszeit könnte sich die Lage in den nächsten 2 Monaten entspannen, doch sicher ist das nicht. Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden wahrscheinlich sehr gravierend sein.
10. Das ist nicht die erste und nicht die letzte Krise der Menschheit. Wir sind Krisen einfach nicht gewohnt und halten es für selbstverständlich, dass man überallhin gehen und alles kaufen kann. Das ist es aber nicht. Auch diese Krise wird vergehen, doch sie sollte uns daran erinnern, dass wir nicht alles unter Kontrolle haben. Dass Wohlstand, Freiheit und Gesundheit allesamt wunderbare Geschenke sind, die schnell weg sein können. Jede Krise birgt auch eine Chance. In den nächsten Tagen werden wir aus dem Gebetshaus viele sehr praxisnahe und ermutigende Tipps geben, wie wir diese Zeit fruchtbar machen können. Ihr dürft Euch auf viele gute Impulse von mir und vielen anderen freuen! Bleibt dran, verliert nicht Lebensfreude und Hoffnung und wascht Eure Hände 😉