Zu einigen kritischen Rückfragen:

Zu einigen kritischen Rückfragen:

Meditation und Buddhismus

In meinem Buch „In meinem Herzen Feuer“ berichte ich, dass ich mich schon als Jugendlicher mit dem Zen-Buddhismus befasst habe. Im Laufe der Jahre folgte weitere Beschäftigung und auch Reisen in buddhistische Länder. Behauptungen jedoch, bei der von mir beschriebenen spirituellen Praxis handle es sich um verkappten Buddhismus, weise ich zurück. Ich praktiziere das „kontemplative Gebet“, und meine wichtigsten geistlichen Quellen dazu sind neben der Bibel die kontemplative Theologie der Karmelmystiker (Johannes vom Kreuz, Teresa von Ávila) und der Ostkirche (Jesusgebet). Christliche Mystik hat die Person Jesu Christi zur Mitte und zum Inhalt.   

Politisches 

Ich gehöre keiner politischen Partei an und bewerbe keine. Politiker aller im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien (mit Ausnahme von AfD und LINKE) zähle ich zu meinen Bekannten und bei „Deutschland Betet Gemeinsam“ auch zu Unterstützern, gegen Vereinnahmung für irgendeine politische Richtung aber verwehre ich mich. Auch habe ich weder im US-Wahlkampf 2016 noch 2020 mich für einen der Kandidaten ausgesprochen. Das Gleiche gilt für das Gebetshaus. Ich freue mich, wenn Menschen sich von meinen Inhalten inspirieren lassen, egal zu welchem politischen Lager sie gehören.    

„Die Kunst eine Frau zu lieben“ und Feminismus 

Das Buch „Die Kunst eine Frau zu lieben“ ist die Transkription eines Vortrags aus dem Frühjahr 2013. Der entsprechende Vortrag wurde mittlerweile aus YouTube entfernt und durch einen neuen ersetzt, weil ich über etliche Formulierungen nicht mehr glücklich bin. Leider wurden auf Grund eines Versehens meine Änderungswünsche bei der Neuauflage des Buches nicht berücksichtigt. Deshalb hier kurz eine Erklärung: das wesentliche Anliegen dieses Buches und seines Pendants „Die Kunst (m)einen Mann zu lieben“ ist, Wertschätzung für die Verschiedenheit und Gleichwertigkeit von Mann und Frau zu wecken. Die gesellschaftlichen Errungenschaften zur Gleichberechtigung der Frau werden von mir beschrieben und ausdrücklich gelobt. Statt Gleichmacherei ermutigen jedoch beide Bücher, das jeweils Individuelle in der Identität als Mann und Frau zu feiern, zu entdecken und zu leben. Die biblische Rede von der „Herrschaft“ des Mannes über die Frau (Gen 2) lese ich eindeutig als Folge des Sündenfalls und dadurch implizite Verurteilung von Patriarchalismus. Einige Formulierungen im Buch klingen für mich heute zu sehr nach Macho. Die biblische Schlüsselstelle bleibt für mich Eph 5. Dort wird die liebende Verantwortung Christi für seine Braut als überaus anspruchsvolles Vorbild für die Männer ausgeführt. Um diese wechselseitig liebende, einander dienende Haltung geht es mir in beiden Büchern. In einer etwaigen Neuauflage werden entsprechende Passagen umfassend überarbeitet werden. 

Katholisch oder evangelisch?

Das Gebetshaus Augsburg ist ökumenisch. Mitarbeiter, Besucher und Unterstützer gehören zu unterschiedlichen christlichen Kirchen. Ich selbst bin Katholik, habe aber nicht den Anspruch, irgendwen katholisch zu machen. Mein Anliegen ist es, Menschen mit der Kernbotschaft des christlichen Glaubens in Kontakt zu bringen. Weder baue ich an einer eigenen Kirche, noch möchte ich die Unterschiede zwischen Kirchen verwischen, noch Katholischen zu Protestanten oder Protestanten zu Katholiken machen. Ich möchte, dass Menschen – egal ob sie überhaupt zu einer Kirche gehören oder zu welcher – Zugang zu einem authentischen, freudigen, tiefen und ganzheitlichen Leben mit Gott finden.